Meine ersten Erfahrungen mit TipToi und ein spannendes Abenteuer

Eine meiner großen Schwächen ist die Ungeduld und so ging kein Weg daran vorbei, gleich nachdem der TipToi-Stift und die Spiele hier eintrafen diese auszuprobieren. Der Herzensmann war ehrlich gesagt wenig erbaut von meiner plötzlichen Energie (normalerweise bin ich nach einer Woche Schule ziemlich platt und erst einmal nicht wirklich ansprechbar, doch gestern war das anders: Denn tief in meinem Inneren bin ich immernoch Kind und liebe Gesellschafts- und interaktive Spiele („Wer war’s“, „Schnappt Hubi“ und „Wo war’s“ sind einige unserer Lieblingsspiele).

Dass der Herzensmann nicht mit mir spielen wollte, da er gerade von der Arbeit kam, fand ich dann nicht so toll. „Dann spiele ich halt alleine!“

Also runter auf den Teppich (wir spielen sehr selten mal am Tisch), TipToi an, Spiel raus und los!

Ich spare mir an dieser Stelle genau zu erklären was TipToi ist, und wie der Stift funktioniert. Da das System nicht neu ist, gibt es dazu gewiss schon genug Beiträge im Internet und zahlreiche youtube-Videos. Auf eins sei hier verwiesen, da dies auch das Spiel war, das ich zuerst getestet habe

TipToi Englisch-Detektive (ein Spiel für Kinder von 6-10 Jahren):

Englisch-Detektive

Allgemein war ich im Entdeckermodus erst einmal ziemlich beeindruckt, dass der TipToi wirklich ALLE Bilder auf dem Plan erkennt. Egal, ob diese für das Spiel benötigt werden oder nicht. Das Spiel Englisch-Detektive kann ich mir für den Lausbuben gut vorstellen. Momentan ist Detektiv spielen sehr bei ihm angesagt. Ich bin gespannt zu sehen, welche Vokabeln er aus der Schule schon kennt und wie interessiert er daran ist neue Vokabeln zu lernen oder sich diese für das Spiel zu behalten (Erfahrungsbericht folgt). Die Missionen auf den beiliegenden Karten sind einfach und gut verständlich, so dass er diese nach mehrmaligem Spielen gewiss auch alleine schafft. Ich denke am Anfang müssen wir ihm die Vokabeln noch vorsprechen und ein wenig helfen.

TipToi Die geheimnisvolle Maske (ein Spiel für Kinder und Erwachsene von 7 – 99 Jahren):

Kniffliger wird es dann schon bei dem zweiten Spiel („die geheimnisvolle Maske“), welches schon auf dem Karton mit 7-99 Jahre angegeben ist. Nachdem ich nun die „Englisch-Detektive“ kennen gelernt hatte, fiel mir vor allem der andere Aufbau auf. Denn hier gibt es nicht nur ein zweidimensionales Spielbrett, sondern man baut vor dem Spielen erst einmal ein dreidimensionales Papphaus auf. Das Dach besteht dabei aus einer Art Ringbuch, welches die verschiedenen Räume enthält, die im Spiel erkundet werden können. Hier das dazu gehörige Video von Ravensburger https://www.youtube.com/watch?v=BqG1zyAAu0w.

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Der ganze Aufbau ist sehr liebevoll gestaltet und wie in einem Hörspiel wird vom TipToi nach und nach die ganze Story aufgebaut. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt, doch wie ich finde auch sehr langwierig und selbst für Erwachsene ganz schön knifflig. Das Ganze erinnert stark an Computer-Adventures aus den 90er Jahren wie z.B. Monkey Island, denn auch hier muss z.B. erst der Schlüssel gesucht werden, bevor die Truhe auf dem Speicher geöffnet werden kann oder das Vogelfutter im Rucksack wird erst benutzbar für Tim und Tina, als sie die Elster sehen und einen Plan geschmiedet haben. Schön ist es, dass die Kinder selbst den Verlauf der Geschichte steuern können. Denn immer wieder heißt es „Jetzt bist du dran! Tippe auf Tim, wenn du xy machen möchtest, oder auf Tina, für yz“. Ebenso wie bei einem Textadventure können die Spielstände abgespeichert und wieder geladen werden man nicht immer wieder von vorne anfangen muss. Denn nicht jede Entscheidung  führt zum Ziel. Manche enden nämlich, um es mit Computersprache zu sagen, im GameOver und z.B. Papa kommt wütend hinzu. Dann müssen die Kinder im Auto warten und dürfen sich nicht weiter frei im Haus bewegen. Da kann ein solcher Speicherstand ziemlich nützlich sein.

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Oben: Startkarte (um den TipToi auf das Spiel einzustellen Mitte: Speicherkarte (Spielstände abspeichern) Unten: Ladekarte (gespeicherte Spielstände laden)

Das ganze Spiel ist seeeeeehr langwierig und meiner Meinung nach erst für Kinder ab 11/12 Jahren wirklich geeignet. Denn die Gegenstände, die man finden muss, sind auf den Karten meist nur sehr undeutlich oder gar nicht zu sehen. Man muss mit dem TipToi wirklich sehr genau auf den Punkt tippen, denn sonst kann es passieren, dass der TipToi sagt „diese Schublade ist leer“, obwohl dort eigentlich etwas darin liegt, was für das Spiel dringend gebraucht wird.

Geduld ist auch nicht gerade des Lausbubs Stärke und so hielt ich es für besser das Spiel erst einmal selbst durch zu spielen, denn wenn er ein Rätsel 2-3 Mal nicht geschafft hat, gibt er auf. So kann ich ihm wenigstens ein paar Tips geben, damit es weitergeht. Ich selbst habe an einigen Stellen bestimmt 10 Anläufe gebraucht, um weiterzukommen und muss gestehen, dass ich ohne die Hilfe des Internets (ja, ich habe geschummelt) selbst im Modus „einfach“ nicht alle Maskenteile gefunden hätte. Modus schwer habe ich noch nicht getestet. Insgesamt hat es mich knappe 4 Stunden gekostet (wie gesagt mit Hilfe, sonst gewiss auch 5-7), bis der TipToi mir sagte „Du hast es geschafft!“.

Schade finde ich auch, dass die wirkliche Geschichte, die hinter diesen Maskenteilen steckt im Spiel nicht aufgeklärt wird. Die Kinder suchen und finden zwar alles mögliche, aber warum dieses da ist und welche Bedeutung es hat, wird leider nicht erklärt. So ist zum Beispiel das Fenster im Haus eingeschlagen worden und draußen findet Tina einen Holzscheid mit einem Glassplitter darin. Doch von wem das Fenster eingeschlagen wurde und zu wem somit das Blut an der Scheibe gehört, wird nicht aufgeklärt. Für Kinder mag dies vielleicht nicht ganz so wichtig sein, wie für Erwachsene, oder vielleicht nehmen sie es nicht so wahr. Ich für meinen Teil überlege schon, wie ich diese Geschichte eventuell noch weiter in Aktivitäten hier übertragen kann. Vielleicht in eine Bastelei oder ein kleines Abentuerspiel. Denn im Spiel ist auch von einer Schatzkarte die Rede. Wohin sie führt wird am Rande erwähnt, aber nicht was dieser geheimnisvolle Ort ist und was dort zu gefunden wird.

Alles in allem hat es mir persönlich sehr viel Spaß gemacht dieses TipToi-Spiel zu spielen und die Rätsel zu lösen (ich war damals schon ein großer Fan von Textadventuren). Die Interaktion ist einfach super. Wie in einem Computerspiel kann man von Raum zu Raum gehen und dort neue Dinge entdecken. Bei Gegenständen, die man Bewegen oder sonstwie benutzen muss, gibt es einzelne Karten. Manche Karten sind doppelseitig bedruckt.

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Darüber hinaus gibt es in jedem Raum die Möglichkeit ein Mini-Spiel zu absolvieren (also ohne die gesamte Story gleich noch einmal spielen zu müssen).

Auf die Reaktion und das Durchhaltevermögen des Lausbuben bin ich sehr gespannt (Erfahrungsbericht folgt).

„Und nun seid ihr dran!“:

Abschließend würde mich interessieren, was ihr von TipToi haltet, welche TipToi-Artikel ihr zu Hause habt und was davon bei euren Kindern am Besten ankommt.

Hättet ihr Interesse an einem Ehrfahrungsbericht-Blogbeitrag über unseren Spieleschrank und dessen Inhalt an Kinderspielen?

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6 Gedanken zu „Meine ersten Erfahrungen mit TipToi und ein spannendes Abenteuer

  1. Frau Zweifachmama

    Yeah mit WordPress kann ich doch viel besser 🙂 Dann kann ich auch endlich kommentieren. Nur deinen Wechsel habe ich leider irgendwie bisher überlesen.

    Wir lieben TipToi. Großkind hat zum 4. Geburtstag damals das Starterset mit Bauernhofbuch bekommen, irgendwann noch den Wald dazu und Musik hatten wir uns mal geliehen.
    Wir haben von den Spielen ebenfalls die Englisch-Detektive, Jahreszeiten (das kann auch das Minikind schon langsam spielen) und (Großkinds liebstes Spiel) die Zahleninsel.
    Ein Lesebuch gab es noch zur Einschulung….. letztes Jahr von den Schwiegereltern den Adventskalender….. und (aber die finde ich nicht so toll) drei vier Tiere sind auch bei uns eingezogen. Noch bereit (da wir noch einen neuen Stift fürs Minikind brauchten) das Starterset mit Weltatlas und Karte….

    Und jaaaaaaa an einem Bericht aus eurem Spieleschrank habe ich Interesse… da der Lausbub ja kaum ein Jahr älter ist als das Großkind finden sich vielleicht noch ein paar Ideen für den Wunschzettel…

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      1. Frau Zweifachmama

        Huhu
        Also ich fand den Adventskalender schon toll.. aber ich fand auch 18€ für einen Kalender arg heftig… aber gut wenn die Schwiegereltern meinen, sollen sie 😀

        Er mag das Lesebuch und lässt den Stift lesen, dann liest er die Wörter die er kann.. und dann nach wenn der Stift spricht.

        Ach da fällt mir ein: Ein Puzzle haben wir auch 🙂 Das liebt er.. obwohl er Puzzles sonst nicht so mag… 🙂

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      2. diemamanicht Autor

        Das mit dem Buch lässt mich hoffen und das Puzzle muss ich dann wohl auch mal probieren. Bist nun die zweite, die mir das empfiehlt.

        Mag nicht lesen, mag keine Puzzle. Klingt ganz nach Lausbub xD

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  2. Nessa

    Ha! Wir haben ganz viel Tiptoi.

    Total toll sind die Puzzle 🙂 Erstmal puzzlen und dann eine kleine Geschichte zum „spielen“. Wir haben die Ritterburg, da muss man dann die Prinzessin finden und dafür alle möglichen Leute befragen.
    Sonst haben wir den Globus, Magors Lesezauber, Reise durch die Jahreszeiten, die Zahleninsel, Quiz Erfindungen, Tierlexikon, Bauernhof Buch, Wieso Weshalb Warum Pferde, Wieso Weshalb Warum Entdecke die Tiere Afrikas, Expedition Wissen Musik, Expedition Wissen Dinosaurier. Und bestimmt habe ich noch irgendwas vergessen.

    Wir LIEBEN Tiptoi. Am besten finde ich die Expedition Wissen Bücher. Da kann man richtig gut Wissen rausziehen. Für Weihnachten habe ich noch das Englisch Buch geplant und dann will ich noch ein neues Spiel besorgen. Welches weiß ich aber noch nicht.

    Tiptoi ist klasse, damit lernt man einfach nebenbei 🙂

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    1. diemamanicht Autor

      Die Zahleninsel und der Leseraben stehen momentan ganz oben in meiner Liste und Magors Lesezauber. Ich wäre so eine glückliche NICHTDIEMAMA, wenn der Lausbub dafür Begeisterung zeigt. Interaktive Spiele wie „Wer war’s“ findet er ja ganz toll! Ach, das muss einfach klappen!!

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