Ein Weihnachtsabenteuer für den Lausbub – Die Durchführung

Am 27.12. war es nun endlich so weit. Das Weihnachtsabenteuer für den Lausbub über dessen Vorbereitung ich schon hier gebloggt hatte, konnte starten. Ich war glaube ich anfangs aufgeregter als der Lausbub selbst.

Während dieser seinen Lego-Ninjago-Tempel aufbaute, den das Christkind gebracht hatte, versuchte ich möglichst unauffällig die Hinweiskarten und Hilfsmittel zu verstecken. Da ich als Hilfe für den Legobau eh nicht diente (da wurde immer nur der Papa gefragt), klappte dies auch ohne Probleme, obwohl ich zig mal die Treppen hoch und runter laufen musste. 

 Unter dem Vorwand für den Herzensmann ein Adapterkabel, welches ich ihm versprochen hatte, aus dem Auto zu holen, ging ich durch die Terrassentür nach draußen, schlich mich ums Haus zur Vordertür, wo ich bereits bei den Vorbereitungen den geheimen Stab der Elfen (ein Lichtschwert mit mehreren Funktionen, welches wir auf dem Mittelalter-Weihnachtsmarkt gekauft hatten) mit dem Brief der Kinder dran deponiert hatte.
Dieses schaltete ich nun an, damit es auch direkt auffiel, klingelte und stürmte ums Haus rum wieder zur Terrassentür. 

 Das Abenteuer beginnt:
Es dauerte ehrlich gesagt ziemlich lange und einige „guck mal, das ist ja komisch“ vom Herzensmann, bis der Lausbub sich von seinem Lego erhob und zur Tür ging. Währenddessen schaltete ich in Wohnzimmer und Küche die Weihnachtsbeleuchtung aus, denn der Bösewicht Pitch hatte es ja überall dunkel werden lassen. Also konnte auch nur mit Hilfe des magischen Stabes der Elfen gelesen werden.
Was das anging, hatte ich ehrlich gesagt so meine Zweifel, denn der Lausbub liest nicht wirklich gerne. Doch er hat sich während des ganzen Abenteuers sehr tapfer geschlagen und 90% alleine gelesen (und der Brief war wirklich lang. Erklärte er doch die gesamte Ausgangssituation).
Leider konnte der Lausbub sich nicht direkt reinfinden und meinte „wir können doch einfach das Licht anschalten“. Doch er fand sich dann doch damit ab, dass dies nunmal für das Spiel nicht geht.

 Zwischen Realität und Fantasie
Jede einzelne Station hier aufzuzählen und zu kommentieren wäre zu langatmig. Ich denke anhand der Materialien, die ich hier dem Blogpost angehängt habe, kann man es sich ganz gut vorstellen (ansonsten erkläre ich es gerne auf Nachfrage genauer – bitte scheut euch nicht dazu das Kommentarfeld zu nutzen). Im Nachhinein kann ich sagen, dass es größtenteils sehr gut geklappt hat und wir Erwachsenen eigentlich nur dem Lausbub hinterher gelaufen sind und hin und wieder ganz kleine Tips gegeben haben.
Der Lausbub befand sich währenddessen in einem hin und her von Realität und Fantasie, einem „das habt ihr doch gemacht“ oder „das ist doch gar kein magischer Stab“ und einem „da hat Pitch bestimmt…“ „die Kinder denken/machen…“ und „kommt wir müssen die Kinder retten“.
Es war ziemlich schwer herauszufinden, wo er sich gerade befand. 

 Ob das am Alter liegt (7), dass er zwischen Rationalität und Spielwelt sich nicht entscheiden kann? Habt ihr da Erfahrungen?  

 Besonders spannend wurde es dann, als „die geheime Aufzeichnung“ gefunden wurde. Denn um es noch spannender zu machen, hatten wir von dem Film eine Sicherheitskopie angelegt, sodass der Lausbub nur einen Rohling mit dem Hinweis „über den Beamer abspielen“ befand. 






Das nachfolgende Kinderkino
Ab diesem Zeitpunkt war er nicht mehr zu halten und erst nach Einlegen der DVD dazu zu überreden noch etwas zu trinken und zu knabbern mit nach oben zu nehmen.
Vielleicht hätten wir das vorher machen sollen, aber das wäre dann garantiert aufgefallen.
Der Film an sich war sehr schön und wir haben wie bei jedem Kinderkino gemeinsam in unserem eigenen kleinen Kino unterm Dach (im Hobbyraum befindet sich ein Beamer unter der Decke und eine ausziehbare Leinwand über der Tür) auf der ausgeklappten Couch gesessen und es uns gut gehen lassen. 
 



 Nach dem Film haben wir noch kurz mit ihm darüber gesprochen, wie man nun verhindern kann, dass Pitch es wieder überall dunkel und den Kindern Angst macht. Es folgte ein „weiß ich nicht!“ :O
Mission gescheitert??? Naja, haben ihm dann auf die Sprünge geholfen, indem wir nochmal über das Abenteuer, den Film und dessen Inhalt gesprochen haben. 


Nächstes Jahr an Weihnachten wird der Lausbub 8 Jahre alt sein. Ich bin gespannt, ob er dann noch an das Christkind und den Weihnachtsmann glaubt. Wie war/ist das bei euren Kindern? 

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