Aus Körnern wird Brot dank Foodsharing

„Heute backen wir Brot aus Körnern!“
– „Wie geht das denn?“, fragt der Lausbub neugierig.
„Na dann komm mal mit“.

  
Zuerst sprechen wir über die verschiedenen Arten von Körnern und der Lausbub schaut sich interessiert an wie verschiedenen diese doch aussehen.

„Daraus machen wir gleich Mehl!“
– „Das will ich sehen!“

Also die Körner in der Küchenmaschine gewogen (zuerst ist der Roggen dran) und dann darf der Lausbub die Zeit und die Stufe einstellen (das macht er schon wie ein Profi). Als die Maschine dann loslegt, muss er sich aber doch die Ohren zuhalten so laut wie es ist.

  
– „Und wie sieht das jetzt aus?“
– „Wie Meeehl“, staunt der Lausbub und muss auch direkt mal mit den Fingern fühlen.

Nun sind die nächsten Körner nach dem gleichen Verfahren dran. Diesmal ist Weizenmehl dabei.
– „Diesmal ist das Mehl aber weißer und sieht viel feiner aus.“,bemerkt er.

  
-„Aber wie wird jetzt daraus Brot?“, fragt er weiter.
Eigentlich verwundert mich diese Frage, denn wir backen schon sehr lange unser Brot selbst. Allerdings bisher immer mit gekauftem Mehl.

  
Kurzer Einwurf: Foodsharing und Fairteiler:
Dass wir diesmal Körner haben, habe ich dem tollen Foodsharing-Projekt in Leverkusen zu verdanken. Denn zufällig hatte ich gesehen, dass jemand diese abzugeben hatte (auf Facebook gibt es eine entsprechende Gruppe, wo man per Bild auch reinstellen kann, wenn man etwas abzugeben hat). und da habe ich spontan zugeschlagen., denn wenns nichts kostet, hat man ja auch nichts zu verlieren. Schaut doch mal, ob es bei euch vielleicht auch Foodsharing  in der Nähe gibt. Das Konzept ist super. Es geht hier nicht um Bedürftige, sondern einfach darum, dass wir täglich so viele Lebensmittel wegwerfen, die eigentlich noch richtig gut sind. Es muss ja nicht direkt eine Telefonzelle wie in Leverkusen sein, sondern eine einfache Gruppe reicht auch. Einfach Bilder reinstellen und wenn es jemand gebrauchen kann, macht man einen Abholtermin aus. Denn was habt ihr zu verlieren, wenn ihr es sonst sowieso wegwerfen würdet? Ich denke wir müssen uns dabei auch von Ängsten um Mindesthaltbarkeitsdaten trennen. Hier ein Bericht vom SWR dazu. 

Und so testen wir das heute mal aus.
Der Teig musste natürlich auch probiert werden, bevor er in den Backofen wanderte

  
-„Schmeckt schon richtig wie Brot“
Na, das sind doch schon mal gute Voraussetzungen.

  
Wir sind gespannt…
Nachdem das Brot bei der Stäbchenprobe durchgefallen zu sein schien und ich verzweifelt nach 20 Minuten mehr Backzeit enttäuscht aufgegeben hatte, stellte es sich doch als voller Erfolg heraus nachdem es kalt war. Super lecker, fluffig und gar nicht klebrig innen drin 😊. Wir werden jetzt definitiv öfter Brot aus Körnern backen. 

  

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