Urlaub auf dem Campingplatz ist toll für Kinder – und was ist mit den Erwachsenen?

Wie jedes Jahr ist der Lausbub in den Sommerferien für 2 Wochen bei uns. Im letzten Jahr waren wir das erste Mal für eine Woche mit dem Wohnmobil auf einem Campingplatz, die 2 Jahre davor 3-4 Tage mit dem Zelt. Dieses Jahr sollen es sogar 2 Wochen werden. 

„Campingplatz ist super für Kinder!“, bestätigte mir fast jeder, dem ich unsere Sommerplanung offenbarte. Im Prinzip stimmt das auch. Schon im letzten Jahr hatte der Lausbub schon am ersten Tag andere Kinder zum Spielen gefunden und war von morgens bis abends auf dem Platz und im Wasser unterwegs, so dass wir ihn nur zum Essen und Schlafen gehen rufen mussten. Dieses Jahr ist es sogar noch angenehmer, da der Lausbub nun die Uhr lesen kann und sich auch gut an die angegebenen Zeiten hält. Eigentlich ein Traum für alle Eltern. Endlich mal nichts tun und die Seele baumeln lassen können. 
Doch gerade dieses Nichts-Tun ist es, was für mich in diesem Jahr unerträglich erscheint. Denn den lieben langen Tag sitzen wir vorm Wohnwagen und warten im Endeffekt darauf, dass der Lausbub eine Frage stellt, etwas erzählt oder etwas braucht und diese Wartezeit wird mit Lesen, Internetsurfen und ab und zu mal Spielen verbracht. Weg bewegt wird sich nur zur Toilette, zum Kühlschrank, ins Wasser oder ins Bett. 
Wenn man das ganze Jahr damit verbringt für nen oder mehrer kleine Zweibeiner da zu sein, mag das ja ganz entspannend sein, aber da der Lausbub in der Regel sowieso nur alle 2 Wochen am Wochenende bei uns ist, brauche ich davon keine Erholung. 

Doch was tun? Genau darum ging es bei einem Gespräch zwischen dem Herzensmann und mir heute Mittag, indem wir überlegten wie die Urlaube abliefen, als wir Kinder waren. Während meine Eltern mit mir ab meinem 6. Lebensjahr Flugreisen in Hotels unternahmen von denen aus dann Touren wie z.B. Ausflüge zu Burgen, Kirchen, Städten oder Boots-Trips zum Schnorcheln oder Schwimmen angeboten wurden, erinnert sich der Herzensmann hauptsächlich an Urlaube auf dem Campingplatz von denen aus 3-4x in zwei Wochen mit dem Auto Ausflüge in die Stadt und vor allem zu Kirchen erfolgten. 
In einem sind wir uns einig: Kirchen und heimatkundliche Museen finden wir langweilig. Zoos mag der Herzensmann nicht und für zum Geocaching ist es dem Lausbub zu warm.  Da der See direkt am Campingplatz liegt ist ein Besuch im Schwimbad verschwendetes Geld. Ein Kletterpark ist ebenfalls keine Option, da der Lausbub sich absolut nicht traut (das Heultheater hatten wir schon).  Freizeitparks gibt es in der Nähe keine und einen anderen Spielplatz zu besuchen ist auch nicht zielführend, da der Lausbub dort eventuell alleine spielen müsste. Ebenso sieht es mit einem Indoor-Spielplatz aus. Außerdem soll es ja etwas sein, dass auch uns Erwachsenen Spaß macht und bei dem wir nicht nur daneben sitzen und dem Lausbub zuschauen. 

Und so sitzen wir wenig schlauer als vorher immernoch vor dem Wohnwagen. 

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