Ein Besuch im Odysseum Köln zur Star-Wars-Ausstellung

Allgemeines:
Zuerst einmal vorweg:
Das Odysseum in Köln ist ein Abenteuer-Museum für Kinder und wirklich super.
Fast überall werden die Kinder eingebunden, können ausprobieren, anfassen, schauen, erfahren und testen. Dazu weiter unten noch ein gesonderter Abschnitt.

Heute waren wir dort, um vor allem die Star-Wars-Ausstellung zu sehen. Denn der Lausbub ist ein großer Star Wars-Fan. Das scheint wohl in diesem Alter so IN zu sein, obwohl ich nicht wirklich davon begeistert bin, dass ein Junge das mit 7 /8 Jahren schon schaut (auch wenn es nur die Zeichentrick-Variante ist), denn Star Wars ist wie der Name schon sagt ein „Krieg“ und daher stehen vor allem die Kämpfe im Vordergrund.  – Klar, Jungs stehen auf Laserschwerter, schießen und Kämpfe, aber das tun sie mit 12 auch noch -.
Da der Herzensmann auch ein absoluter Star Wars-Fan ist, fuhren wir also heute nach Köln.

  
Die Star Wars – Ausstellung:
Bevor wir in die Ausstellung durften, hieß es erstmal warten. Denn am Eingang bekamen wir unsere Ausrüstung bestehend aus einem Infrarot-Empfänger mit Kopfhörer zum Einhängen ins Ohr und einem Armband mit einem eingebauten Speicherchip zur Erstellung eines eigenen Star Wars-Charakters.

  
Dann ging es los. Die Ausstellung ist eigentlich durchweg gleich aufgebaut und besteht aus insgesamt 10 Stationen. Es gibt viele Schaukästen, in denen hinter Glas Bilder, Modelle, Figuren, Masken usw. aus Star Wars dargestellt sind. An jedem Exponat steht eine Nummer, zu der es dann am Rand oder unter dem Schaukasten Informationen zu Lesen gibt. Dann gibt es noch markierte Kreise, in denen man, wenn man sich darin befindet über den Kopfhörer und den Infrarotempfänger ein Audio-Signal übertragen bekommt. Meist ist dies verbunden mit einem Film, welcher vor einem auf einem Bildschirm abgespielt wird. Unter dem Bildschirm befindet sich ein Fortschrittsbalken, damit man sehen kann wie lange der Film noch läuft und entsprechend passend zum Anfang in den Kreis treten kann.
Vor einigen Schaukästen gibt es ebenso Auditive-Informationen, die ebenfalls über Infrarot übertragen werden und immer rund laufen d.h. nicht selten tritt man in den Kreis und die Audio-Spur ist gerade irgendwo in der Mitte.
Abschließend zu jeder Station gibt es ein Terminal, an welchem man entweder mit dem Armband (einfach an einen dafür gekennzeichneten Punkt halten) eine Auswahl treffen kann oder an einem Touch-Screen verschiedene Einstellungen vornimmt, um seinen Charaktere im Laufe der Stationen weiter zu formen.

   
    
    
    
 Was heißt das „man formt seinen Charaktere“?
Neben den Exponaten und Filmen, kann jeder Besucher während des Durchgangs durch die Star Wars Ausstellung selbst zu einer Star Wars – Figur werden. Dazu dient das oben bereits erwähnte Armband, welches man am Eingang bekommt.
Mit diesem wählt man durch Anhalten des Bandes an dafür gekennzeichnete Punkte zuerst seine Rasse.
Im Laufe der Ausstellung kommen dann weitere Entscheidungen dazu, die es zu treffen gilt z.B. Stärken, Vorbild, Abstammung, Wohnort und einige mehr. Bevor man zum Schluss einer jeden Station seine Auswahl trifft, gibt es einen kurzen Film mit wissenschaftlichen Fakten zum jeweiligen Parameter und Beispielen aus dem Film (Filmsequenzen aus dem Original-Star Wars Film, nicht aus der Zeichentrickversion), die beispielhaft zeigen wie das Leben von Luke und Anakin Skywalker diesbezüglich verlaufen ist.
Neben einfachen Entscheidungen, welchen mit Hilfe von Anhalten des Bandes an Punkte an einer Wand getroffen werden, gibt es einige Terminals, die etwas mehr Zeit und vor allem Lesekenntnisse voraussetzen. Diese Terminals sind mit Touchscreen versehen, auf dem man Bilder verschieben, Antworten eingeben oder Auswahlen treffen kann.
Faszinierend dabei ist. dass alles, was man angezeigt bekommt auf den jeweiligen Charaktere ausgerichtet ist. So hatte ich mich zu Beginn entschieden ein Ewok zu sein, während der Lausbub ein Zabrak und der Herzensmann ein Jedi sein wollte. Dies bedeutete, dass wir alle 3 unterschiedliche Fragen, Entscheidungsfelder und Bilder auf den Terminals angezeigt bekamen z.B. hatte ich als Ewok die Möglichkeit im Wald zu leben, während dem Lausbub dies nicht angezeigt wurde und umgekehrt wurden mir nicht die Lavafelsen angezeigt. An den Wand-Entscheidungsfeldern, gab es für uns die selben Möglichkeiten. Interaktionsmöglichkeiten mit den Charakteren gab es leider nicht wirklich, wenn man davon absieht, dass man an einer Station den jeweils anderen als Freund auswählen konnte, indem man nebeneinander die Armbänder einloggte.
Zum Schluss konnte man seinen Charakter noch auf einer Leinwand anzeigen lassen und sich die zusammengestellten Informationen per E-Mail selbst zuschicken.

   
    
   
Fazit zur Star Wars – Ausstellung:
Lausbub: „Da konnte man gar nicht viel machen. Nur immer gucken ist langweilig“
– Da hat er Recht. Im Gegensatz zur Dauer-Ausstellung des Odysseums gab es hier wirklich nicht viel zu tun, außer viel zu lesen und das Band hin und wieder auf einen bestimmten Punkt zu drücken.“

Herzensmann: „Für ältere Kinder und Erwachsene ganz nett. Man sollte jedoch die Filme schon kennen. Zum Teil waren die Menschenmassen in der Ausstellung sehr nervig. Das „Interaktive“ hält sich stark in Grenzen, weil es immer das gleiche ist. Schön ist die Möglichkeit seinen Charaktere per Email zugesendet zu bekommen, da man sich damit dann noch einmal in Ruhe beschäftigen kann.
Aus der Sicht eines Erwachsenen fand ich vor allem die Exponate und Zeichnungen cool. “

Ich: „Meine Sicht ist die einen NICHT-Star Wars – Fans. Ich fand die Texte und Videos sehr anspruchsvoll und lang für Kinder. Die Informationen über die Figuren sind auch für Unwissende ganz interessant. Die Beispielszenen aus den Filmen kann man dann weniger zuordnen. Schade finde ich es, dass es für Kinder keine weiteren Möglichkeiten gibt selbst etwas zu machen und sei es nur „Licht anschalten“, „Audio starten“ oder „Bilder zuordnen“.“

Die Dauerausstellung im Odysseum:
Die Dauerausstellung im Odysseum ist echt toll und meiner Meinung nach für Kinder ab 3 Jahren super geeignet. Die Maus und den Elefanten kennen die meisten Kinder in diesem Alter ja schon und sind begeistert diese im Abenteuer-Museum zu treffen (laufende Figuren gibt es hier keine, sondern nur plastische Aufsteller in jedoch einer für Kinder beachtlichen Größe ;)).
Wie bereits aus der Sendung mit der Maus und dem Elefanten bekannt, geht es in der Dauerausstellung vor allem ums erforschen und herausfinden anhand von einfachen Experimenten. Im Odysseum dürfen die Kinder einmal Armin sein und so z.B. ausprobieren wie es ist als Astronaut auf Toilette zu gehen, wie ein Strudel entsteht, ob Wasser bergauf fließen kann, wie ein Wasserkocher funktioniert usw.
Alleine in dieser Ausstellung kann man sich einen ganzen Tag aufhalten und drücken, schieben, kurbeln, ziehen, hören, schauen usw. Die Kinder können wirklich an jeder Station selbst tätig werden und dass ohne viel lesen zu können (manchmal sind 1-2 Sätze zur Erklärung ganz hilfreich).

   
    
    
   
Neben dieser Ausstellung gibt es noch die Ausstellung „Leben“, bei der ich mir nicht sicher bin, ob sie dauerhaft dort ist (zumindest war sie es im letzten Jahr auch schon). Hier betritt man im wahrsten Sinne des Wortes einen Dschungel mit nachgebauten Felsen, Pflanzen und dazugehörigen Geräuschen. Das Highlight dieser Halle ist der T-Rex, welcher nicht nur enorm groß und lebensecht nachgebaut ist, sondern sich auch hin und wieder mal bewegt und gefährlich brüllt.
Darüber hinaus können Kinder hier auf eine wahrhafte Abenteuer-Tour gehen, durch eine Höhle kriechen, in der es von Schlangen (natürlich keine echten) nur so wimmelt, in Löcher reingreifen, um zu erfühlen, was sich darin verbirgt, eine Röhre hinunterrutschen, über eine Hängebrücke balancieren und vieles mehr.
Für diesen Bereich gibt es am Eingang auch noch einen Abenteuer-Ausweis mit Elektronischem Schnickschnack mit dessen Hilfe man von Station zu Station gehen und Punkte sammeln kann. Dies haben wir jedoch nicht gemacht, denn der Lausbub hatte schon Spaß genug dabei einfach nur umherzulaufen und das zu machen, was ihm Spaß machte (auch ruhig mehrmals).

   
    
    
   
Insgesamt legt man hier schon ein paar Kilometer zurück, wenn man sich alles anschaut und ausprobiert. Zeit zum Ausruhen bieten die Show und der 3D-Kinofilm, die zu regelmäßigen Zeiten gezeigt und über Lautsprecher angekündigt werden. Auch bei der Show werden die Kinder super mit einbezogen und dürfen selbst forschend dabei 

   
    
    
  

Zu guter letzt gibt es im Odysseum noch einen kleinen aber feinen Außenbereich. In einem Schiffswrack kann man da im Netz des Mastes hoch bis zum Ausguck hochklettern und von der Hälfte wieder runterrutschen, oder einfach so Pirat auf dem Schiff spielen.
Auch ein Wasserspielplatz und 2 Kletterwände sind vorhanden. Schön ist, dass der Spiel-Außenbereich direkt an den Außenbereich der Gastronomie angrenzt, sodass man als Erwachsener auch ein wenig Zeit zum Entspannen hat.

   
    
 Fazit Odysseum: 
Lausbub: „Das hat total Spaß gemacht!“
Herzensmann: „Die Ausstellung ist sehr umfangreich und mit liebe zum Detail gestaltet. Die Experimente sind sehr anschaulich.“
Ich: “ Es macht richtig viel Spaß den Kindern zuzuschauen wie sie alles ausprobieren und mit Spaß lernen. Sowas gibt es leider nur noch sehr selten. Wenn es nicht so teuer wäre, würden wir bestimmt öfter dorthin fahren.“

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