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Wir machen uns die Welt oder: raus aus der vorpubertären Langeweile

Was lange währt, wird endlich gut... Denn schon im Dezember hatte ich euch auf hier die Rezension des Buches „Wir machen uns die Welt“ aus dem Athene-Verlag angekündigt. Nun ist es endlich soweit.

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Was beinhaltet das Buch und für wen ist es geeignet?
„Wir machen uns die Welt“ ist ein kreativer Guide für Jugendliche und spricht vor allem durch viele Bilder und die Verwendung von neuen Medien wie Smartphone, Tablet, Scanner, digitalem Aufnahmegerät, Apps und Computer die Zielgruppe 9-16 Jahre an. Aber auch die gute alte Kamera darf zum Beispiel beim experimentieren mit Belichtungszeiten, um „Lichtmonster“ zu kreieren, zum Einsatz kommen und Papier und Bleistift sind auch vertreten.

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Die einzelnen Projekte sind dabei verschiedenen übergeordneten Kapiteln wie „Schalte deine Sinne an„, „Die Welt als Spiel“ oder „Identität – Das bin Ich!?“ untergeordnet und auch an die Vernetzung mit anderen ist gedacht. So findet man in Instagram unter den im Buch angegebenen Hashtags die Werke der anderen jungen Kreativkünstler und derer, die sich jung genug fühlen, um es auch einfach mal zu probieren (denn auch mich juckt es schon ganz schön in den Fingern).

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Auch der Lausbub ist an solchen Dingen sehr interessiert und so machten wir uns an einem schönen Tag im Frühjahr dazu auf die Welt um uns herum mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Unsere Projekte:
Dazu wählten wir die Projekte „Ich sehe was, was du nicht siehst“ und „mein Standpunkt“ aus. Dies sind Projekte, die ohne weiteres von einem 9jährigen alleine durchgeführt werden können, da sie nichts Anderes benötigen als ein eine Kamera (egal ob im Smartphone, Tablet oder als digitale Handkamera).

Selbst wir Erwachsenen haben sehr gestaunt welche kleinen Dinge wir doch tagtäglich übersehen. Hier also die Welt unseres kleinen Stadtteils (bzw. dem Weg, den wir zum Spazieren gehen ausgesucht haben). Wirklich ein „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Würde sich umgekehrt bestimmt auch gut für eine Schnitzeljagd eignen ;).

 

Beim Projekt „Mein Standpunkt“ geht es ursprünglich darum an mehreren Tagen den Standpunkt der eigenen Füßen zu fotografieren. Wir haben dieses Projekt ein wenig abgewandelt und der Lausbub hat versucht so viele verschiedene Untergründe wie möglich zu finden und auf diesen seinen Standpunkt abzulichten.

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Dies sind nur zwei der vielen vielen vielen Projekte in diesem Buch. Immer wieder ein wenig abgewandelt ist die Fülle wohl fast unendlich und der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ausblick:
Dies waren jetzt zwei sehr einfache Projekte, die schnell und ohne Vorbereitung auch mit jüngeren Kindern durchzuführen sind. Für anspruchsvollere kleine und große Kreativkünstler warten u.a. Projekte wie

  • Räume in Lichtgeschwindigkeit
  • Die Stadt ist meine Bühne
  • Hör mal wie mein Sommer klingt
  • Wasserskulpturen
  • Detektiv mal anders
  • Abreibung gefällig
  • Streetart
  • und viele viele mehr…

Fazit:
Das Buch regt wirklich alle Sinne an und ermöglicht es den Jugendlichen einmal ganz anders und vor allem mit neuen Medien künstlerisch tätig zu werden und ihre Umgebung neu kennen zu lernen.
Egal ob Video, Foto, Computeranimation oder Abdrücke hergestellt mit Papier und Bleistift. Ich möchte behaupten, dass für jeden etwas dabei ist. Die mit Fotobeispielen und überschaubarem Textumfang gestalteten bunten Seiten, laden auch Lesefaule zum Durchblättern und Entdecken neuer Ideen ein. Die meisten Projekte können ohne große Vorbereitung umgesetzt werden. Manche können aufeinander aufbauend umgesetzt werden und bieten somit den Anreiz mit dem bereits geschaffenen weiterzuarbeiten. Dabei ist es egal, ob die Projekte in einer bestimmten Reihenfolge umgesetzt werden oder quer Beet. Wer einen Theorieteil sucht, der sucht vergebens. Alles, was man an Wissen benötigt, wird im Projekt selbst kurz und knapp erklärt.

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NEUGIERIG GEWORDEN?! NA DANN LOS!!!

Autorinnen: Birgit Hauska und Nina Waibel
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: ATHENA-Verlag; Auflage: 1 (21. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898966518
ISBN-13: 978-3898966511
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 16 Jahre
Preis: € 19,50

Gerne würde ich die Kunstwerke eurer kleinen Kreativkünstler unter diesem Beitrag ergänzen (Anonym oder Verlinkung zu eurem Blog/Twitteraccount/Instagramaccount).

 

#WirmachenunsdieWelt oder: raus aus der vorpubertären Langeweile

Der Lausbub ist mit seinen 9 Jahren nun in der Vorpubertät. Da ist es gar nicht so einfach ihn am Papa Wochenende zu bespaßen wie als er noch 6-7 Jahre alt war. Denn vieles, was er früher gerne mochte (in den Zoo, den Wildpark oder auf den Spielplatz gehen, Gesellschaftsspiele spielen oder einfach so Lego bauen), ist jetzt oft doof und langweilig. Mit Basteln oder Malen brauche ich da erst gar nicht anzufangen.
Die Tendenz geht mehr und mehr zu Medien speziell zum Computer hin. Am liebsten würde er den ganzen Tag zocken, youtube gucken. Er hat zwar einen eigenen Computer, aber dafür gibt es bei uns strenge Regeln (-> siehe Blogbeitrag), da wir Medienerziehung zwar für wichtig halten, aber einen Konsum von mehreren Stunden am Tag für einen 9jährigen nicht als angebracht empfinden.
Ausflüge müssen mit Action zu tun haben. Achterbahn und Go-Card fahren stehen da momentan hoch im Kurs. So kurz vor Ende der Schwangerschaft bei mir leider nicht und den Lausbub mit dem Herzensmann immer alleine zu schicken FINDE ICH DOOF (SO!).

Also was machen? Klar gilt: Kinder müssen sich auch mal langweilen, aber dauerhaft ist ja auch kein Zustand. Zudem er hier im Ort keine Freunde hat (er ist ja die restliche Zeit bei seiner Mutter und die wohnt in einer anderen Stadt) und das Papa-Wochenende schon ein wenig was Besonderes bleiben soll.

Die Lösung kam wie gerufen in Form eines Facebook-Posts von der lieben Rabenmutti.

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Nach ein wenig googeln über den Inhalt dieses schon faszinierend aussehenden Buches, war klar: DAS ist was für uns! Kreativ sein in Verbindung mit Medien. Toll 🙂

„Dieser Guide bietet dir 25 Ideen, mit denen du selbst aktiv werden kannst, für die du nicht der beste Maler sein musst und auch keinen Marmor brauchst: Smartphone, Tablet, Kamera und nicht zuletzt Augen und Ohren sind deine Instrumente, um die Welt zu entdecken und zu gestalten. Mach Skulpturen aus Wasser, Klangkunst mit der Waschmaschine, Animationen mit Obst, Kraken und Krokodilen. Erstelle Lichtmonster mit Langzeitbelichtungen und Zeitrafferaufnahmen deines Zimmers in Lichtgeschwindigkeit. Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt, und teile deine Kunstwerke mit dem Hashtag »Wir machen uns die Welt« (#wirmachenunsdiewelt).“ 
Heißt es auf der Seite des Verlages.

Gedacht, getan und schon wenige Tage später hielt ich mein persönliches Rezensionsexemplar in den Händen und konnte es dem Lausbub zeigen.
Und was soll ich sagen: Ich erntete „cool“, „das will ich machen“ und auch erste Ideen sprudelten aus dem kleinen Kopf heraus wie man was hier in der Gegend umsetzen könnte und mit welchen Hilfsmitteln.

Kurzum: demnächst wird kräftig getestet (dann wahrscheinlich mit dem kleinen Brüderchen im Kinderwagen oder Tragetuch mit dabei, aber auch das ist kein Problem bei den Ideen in diesem Buch.
#WirmachenunsdieWelt so wie sie UNS gefällt 🙂

-> Demnächst auf diesem Blog <-

#UnserWochenendeInBildern 09.-11.Dezember 2016

Dies ist das erste Mal, dass ich unser Wochenende in Bildern verblogge und vielleicht das letzte Mal Papa-Wochenende für den Lausbub vor der Geburt des Nimmerland-Babys.Ein wenig wehmütig stimmt das ja schon und ich weiß auch immernoch nicht wie ich das mit diesem Blog und meinem Twitter-Account machen werde. Die Überlegungen gehen in Richtung Twitternamen ändern und dort für beide twittern (sonst wird es denke ich schwer es auseinander zu halten) und den Blog für die Sachen mit dem Lausbub zu lassen. Das Nimmerland-Baby würde dann seinen eigenen Blog bekommen. Aber ob es da in der Anfangszeit viel Interessantes zu bloggen gibt? Klar, der Alltag mit Baby ist etwas Neues, aber besonders am Anfang doch sehr darauf fixiert die Grundbedürfnisse des Babys zu stillen. Mal schauen. Auf jeden Fall soll dieser Blog für den Lausbub bleiben.

Nun aber zu unserem letzten Wochenende:
Wer mir auf Twitter folgt weiß bereits, dass der Herzensmann den Lausbub immer erst Freitag abends abholt. Meist sind sie vor 18 Uhr nicht hier d.h. unser wirkliches Wochenende beginnt erst samstags. Der Freitag Abend ist eigentlich nur ankommen, gemeinsames Abendessen und zu Bett gehen.

Kurz zum Freitag:

Der Freitag begann damit, dass der Lausbub die Säckchen seines Adventskalenders lehrte und sein Lego-Modell weiter baute (wir kaufen für den Adventskalender seit mehreren Jahren ein größeres Lego-Modell und teilen es auf die 24 Tage auf).

Danach suchte er unseren Weihnachtselfen „Tom“ (Blogeintrag dazu folgt)

und dann  war es dann schon Zeit für das Abendessen und danach zu Bettgeh-Zeit für den Lausbub.
Seit mehreren Papa-Wochenenden war dies mal wieder das erste, an dem der Lausbub ohne Probleme einschlief. An denen davor (seit den Sommerferien) war er oft überdreht und kam noch 3-4 Mal runter, weil er Bauchschmerzen hatte, ihm zu warm war oder er einfach nicht schlafen konnte.

Der Samstag:
Der Samstag begann wie immer mit einem Müsli- Frühstück (hier merke ich, dass ich noch ganz schön üben muss, wenn ich die Wochenenden verbloggen will, denn es fehlen mir einige Fotos).
Der Tag erfreute uns mit wunderschönem Wetter (zumindest für Dezember) und angenehmen 10°C. Deshalb beschlossen wir mit dem ferngesteuerten Auto an den Rhein zu gehen. Die Besonderheit bei diesem Auto, genauer dem Hot Wheels Terrain Twister, ist, dass er auf allen möglichen Untergründen und sogar auf dem Wasser fahren kann und so wechselten wir uns ab bis der Akku absolut leer war und das Fahrzeug sich keinen Milimeter mehr bewegt.

 Da wir schon mal am Rhein waren, bot es sich an den nahe gelegenen Spielplatz zu besuchen.

 Das war mir gar nicht so unrecht, denn das Nimmerland-Baby drückte ganz schön nach unten und mein Rücken beschwerte sich schon und wünschte sich etwas Ruhe. Also setzte ich mich auf eine Bank am Spielplatz und schaute dem Herzensmann zu wie er den Lausbub auf dem Karusell anschupste. Denn leider war kein anderes Kind auf dem Spielplatz.

Als dann der Hunger aufkam, machten wir uns auf den Weg zurück. Während ich mich auf die Couch lümmelte, bereitete der Herzensmann die Lasagne nach dem Rezept vor, welches ich ihm soufflierte und der Lausbub schaute sich Hotwheels im Internet an.

Nach dem Mittagessen gelüstete es dem Lausbub nach Zocken auf dem Nintendo DS und ganz entgegen meiner sonstigen Einstellung, die eigentlich „nein“ gesagt hätte (denn der Lausbub hatte schon vor dem Frühstück in seinem Zimmer Computer gespielt und vor dem Mittagessen Internet gehabt), erlaubte ich es ihm. Wie auf Twitter zu lesen war, sollte das nicht ungestraft bleiben, denn der Lausbub wusste danach absolut nichts mit sich anzufangen. Alles war doof. Er lief dem Herzensmann auf Schritt und Tritt hinterher, setzte sich neben ihn wo er sich setzte, schaute ihm bei allem was er tat über die Schulter und kommentierte. Dies tat er geschlagene 3 Stunden lang. Ich hielt meinen Mund, um nicht die Böse zu sein, war aber sehr genervt. Zwischendurch zog ich mich ins Schlafzimmer zurück unter dem Vorwand etwas lesen zu wollen einfach nur um ein wenig Ruhe zu haben. Doch da der Herzensmann am Vormittag die Wäsche angesetzt hatte und diese dann nach oben brachte zum Falten und Einräumen, waren der Lausbub und er auch bald dort und das Spielchen ging weiter. Es ging so lange bis es Zeit für das versprochene Kinderkino war. Eigentlich hätte ich nicht übel Lust gehabt den Film ausfallen zu lassen, damit der Lausbub nicht noch mehr Berieselung hatte, aber versprochen ist versprochen und (auch wenn es gemein klingt) in der Zeit konnte er schon mal nicht kommentieren.
Im Kinderkino (bei uns unterm Dach, näheres unter Was es mit dem Kinderkino auf sich hat) lief „The nightmare before christmas“. Dazu gab es Abendbrot in Häppchenform, Plätzchen und ein wenig übrig gebliebener Süßkram von Halloween.

Der Sonntag:

Auch in der Nacht zum Sonntag hat unser Weihnachtself wieder zugeschlagen 

Sonntag Morgen begann auch mit einem Müsli-Frühstück allerdings nicht bei uns zu Hause, sondern im Flakes-Corner in Köln. Der Lausbub war natürlich komplett überfordert von der Menge an verschiedenen Sorten und sagte spontan „Ich nehme die, die wir auch zu Hause haben“ (#Kinderlogik). 

Zum Glück gab es die gleiche Sorte auch aus Amerika (welche natürlich dann auch anders schmeckt) und mit ein wenig Beratung fand der Lausbub auch noch eine zweite Sorte und ein Topping, sodass es sich dann doch lohnte mehr Geld als gewöhnlich für eine Schüssel Müsli auszugeben.

Aber verstehen kann mans, wenn man sich mal vorstellt wie diese Wand aus Müsli auf einen 9jährigen wirken muss. Im Nachhinein will er aber dort uuuuunbedingt wieder hin.
Seit Neustem gibt es im Flakes-Corner in Köln auch Gesellschaftsspiele und so wurde nach dem Frühstück noch eine Runde Pack-Esel gespielt, bevor es wieder nach Hause ging.
Für den Nachmittag stand der Nordische Weihnachtsmarkt im Neulandpark in Leverkusen auf dem Programm. Im Gegensatz zu anderen Weihnachtsmärkten hier in der Region ist dieser mit seinen roten Häuschen wirklich etwas Besonderes. Es gibt außer dem Handwerk keine Verkaufsstände mit Neuware und auch für Kinder ist es dort viel angenehmer als zwischen überfüllten Glühweinbuden. Hier ein paar Impressionen, die es denke ich sehr gut verdeutlichen was ich meine:

Nach dem Weihnachtsmarkt war das Papa-Wochenende auch schon fast wieder vorbei und der Lausbub wurde nach 2 Runden Malefiz nach Hause gefahren. 

Bis auf die halbe Stunde vor dem HipHop-Training dienstags, wird er erst nach Weihnachten wieder hier sein. Ob dann auch schon sein Brüderchen bei uns ist? Es bleibt spannend…
 

 

Kinder-Halloweenparty 2016

Dunkel ist’s
Dunkel ist’s, die Turmuhr schlägt,
ein Jeder eine Maske trägt,

in dieser sternenklaren Nacht,
sind alle Toten aufgewacht.

Wenn Geister durch die Straßen zieh’n,
heißa, dann ist Halloween.
(Quelle)

Durch die Straßen gezogen wird in unserem kleinen Stadtteil am Rhein zwar nicht, dafür gibt es aber in einem kleinen Haus auf einem alten Bauernhofgelände jedes Jahr eine Kinder-Halloween-Party für einen nun nicht mehr so kleinen Jungen, den ihr hier und bei Twitter als Lausbub kennt.

Wenn die Tage beginnen kürzer zu werden, beginnt die Zeit der Vorbereitung und Planung. Dabei ist mir Pinterest stets eine große Hilfe und die Halloween-Pinnwand wird jedes Jahr größer. So auch in diesem Jahr.
Schon gut einen Monat vor der Geisternacht, überlegten wir wie wir in diesem Jahr die Einladungen gestalten sollten, wie viele Kinder der Lausbub dabei haben möchte und wie wir die Party gestalten.

Die Einladungen:
Zum Thema Einladungen habe ich mittlerweile eine extra Pinnwand bei Pinterest erstellt (Link). In diesem Jahr sollten es Särge aus Streichholzschachteln nach dieser Vorlage werden. Und so sehen sie bei uns aus:

Nachdem klar war, welche Einladung es sein sollte, ging es an die Planung der Party. Da Halloween dieses Jahr auf einen Montag fällt, an dem der Lausbub Schule hat und dann auch nicht mehr bei uns ist, sondern bei seiner Mutter, beschlossen wir die Party auf den Samstag davor zu legen und begannen dafür zu planen.

Eine unschöne Überraschung:
DOCH WAS WAR DAS? Zwei Wochen vor der Party, erreichte uns durch die Lausbub-Mama die Nachricht, dass der Lausbub an diesem Samstag auf dem Geburtstag einer seiner Freunde eingelaen sei (welcher auch zur Halloweenparty kommen sollte) und dieser Geburtstag von 11-18 Uhr ginge.

UND NUN? Begannen wir zu überlegen und waren kurz davor die ganze Party zu verwerfen, – freitags und montags hat der Lausbub Schule bis 16 Uhr und wäre dann vor
17:00 Uhr-17:30 Uhr nicht hier.Hinzu kommt, dass wir beide arbeiten müssen, was Vorbereitungen, die am Tag selbst notwendig sind nicht gerade erleichtert.
Und sonntags? – Nee, nachmittags, wenn es draußen hell ist, macht so eine Halloween-Party gar keinen Spaß und abends geht ja schon wieder nicht, weil montags für alle Kinder Schule ist.
Kurzum: Wir waren alle ziemlich frustriert (besonders der Lausbub, der sich wie jedes Jahr auf die Party gefreut hatte.
Als der Lausbub dann an diesem Abend im Bett war, überlegten der Herzensmann und ich fieberhaft weiter, denn dies ist die einzige Party/das einzige, die der Lausbub hier bei uns feiert (Geburtstag, Ostern, Heiligabend und Silvester verbringt er immer zu Hause) und wir machen es wirklich gerne. Es musste also eine Lösung her!


Die Lösung:
Schlussendlich entschieden wir uns dafür die Party an dem Freitag in abgespeckter Form zu machen.

Dies bedeutete:
– keine sehr zeitaufwendige Deko
– verkürzter Zeitrahmen der Party (18:30Uhr-21 Uhr)
– kein aufwendiges Essen (da kam es uns zu Gute, dass Lidl jedes Jahr Chicken-Nuggets und Kartoffel-Figuren in Halloween-Form hat)
1 angeleitetes Spiel und sonst freie Spielzeit für die Jungs (Materialien für andere Spiele stehen bereit, werden aber nur auf Nachfrage von uns betreut)
keine aufwendige Schminke

GESAGT GETAN:
Naja, ok nicht ganz… Natürlich haben wir mehr gemacht, als wir es ursprünglich geplant hatten. Schon bei der Dekoration des Kellers wurde schnell klar: Mit wenig Deko wirkt es einfach nicht. Dafür haben wir dann die Deko außen am Haus reduziert und es kam sogar noch einiges Neues dazu.
Und auch bei den Aktivitäten haben wir uns nicht so zurück gehalten wie wir es angekündigt hatten

Hier eine kleine Führung durch die Grusel-Party-Räume

Halloween-Disco gab es auch

ca. 17:15 Uhr – Ankunft Lausbub und letzte Vorbereitungen:
– Beleuchtung im Partykeller anschalten
– LED-, Schwarzlicht- und Grablichter anzünden
– Kostüme anziehen

18:30 Uhr – Ankunftszeit der Gäste: Nachdem wir alle umgezogen waren, warteten wir in unseren Kostümen gespannt auf die Gäste. 

ca. 18:50 Uhr – Beginn der Party: Damit die Jungs genug Zeit zum Spielen hatten, wurde, sobald alle Kinder da waren, das Essen zubereitet. Währenddessen gestalteten die Jungs die Etiketten für ihre Trinkbecher.

Danach wollten die Jungs direkt nach draußen, um schon etwas auf dem dämmrigen Hof zu spielen

ca. 19:30 Uhr – Verköstigung der Feierwütigen: Währenddessen versteckte der Herzensmann die Skelett-Teile für das angeleitete Spiel Skelettsuche (werde ich im Folgenden näher beschreiben).

ca. 19:45 Uhr (oder auch etwas später)  – Skelettsuche:


Beschreibung des Spiels Skelettsuche:
Materialien:

– 2 (oder mehr) Leuchtskelette, welche man auseinandernehmen kann. Ich habe unsere hier bestellt. Man kann sagen dies ist das chinesische Amazon. Lieferzeit sind ca. 4-8 Wochen. Bisher hatte ich damit keine Probleme. Man sollte beachten, dass ab einem Warenwert von ca. 23€ 16% Mehrwertsteuer beim Zoll anfallen (also schön darunter bleiben, dann ist alles gut). Bei Fragen dazu mich einfach über meinen Twitteraccount oder die Kommentarfunktion anschreiben. 
wasserfeste farbige Stifte
– Taschenlampen in Anzahl der Kinder

Vorbereitung:
1. Skelette einzeln aus der Verpackung nehmen.
2. Jeden Knochen mit einem wasserfesten Stift farblich markieren (jedes Skelett in einer anderen Farbe).
3. Skelette auseinander bauen.

4. (am Tag der Halloween-Party) Skelett-Teile – je nach gegebenen Möglichkeiten und Alter der Kinder – im Haus, auf dem Hof, rund ums Haus oder auch im Dorf verstecken.

Spielablauf:
1. Einteilung der Kinder in Teams (bei uns waren es 2er-Teams).
2. Jedes Kind bekommt eine Taschenlampe.
3. In den Teams müssen die Kinder im Dunkeln die Skelett-Teile suchen und anschließend das Skelett wieder richtig zusammenbauen (ich hatte ein Skelett mehr bestellt, welches als Vorlage fertig zusammengebaut im Keller hing).

Variante 1: (diese haben wir gespielt)
Die Kinder suchen erst alle Teile zusammen und bauen im Anschluss das komplette Skelett.

Variante 2:
Jedes gefundene Skelett-Teil muss erst zum Spiel-Leiter gebracht werden.

4. Gewonnen hat das Team, welches als erstes alle Skelett-Teile gefunden und das Skelett komplett richtig zusammengebaut hat.

irgendwann später (nach dem angeleiteten Spiel) bis zum Ende der Party – freie Spielzeit:
Die freie Spielzeit klappte mit den 9jährigen gut und bestand bei uns aus:
Augenlaufen (Eierlaufen mit als Augen angemalten Tischtennisbällen)
(ein Spiel, welches von den Vorjahren schon bekannt war)
Kettcar – Hindernisfahrt (Kik hat immer mal wieder günstig kleine Pylonen, die ich für solche Sachen gerne bereitstelle)
freies Spiel mit Knicklichtern (bekommt man günstig bei Tedi)


Mumienwickeln (sich gegenseitig mit Klopapier einwickeln)
(auch ein Spiel, welches von den Vorjahren schon bekannt war)

Luftschlangen-pusten und damit werfen oder irgendetwas einwickeln (Luftschlangen gibt es in Halloween-Farben im Oktober bei Tedi oder Kik. Das weiß ich jetzt nicht mehr)
Luftballon-Treten (Jedes Kind bekommt einen Luftballon ans Bein gebunden und muss nun versuchen diesen zu schützen, während es gleichzeitig die Luftballons der anderen Kinder versucht zu zertreten)
(auch ein Spiel, welches von den Vorjahren schon bekannt war)

und dann war die Party auch schon vorbei und die ersten Eltern kamen sehr zum Leidwesen ihrer Kinder durch die Tür, denn nach Hause wollte keines der Kinder.
GIBT ES EIN BESSERES LOB FÜR DIE PARTY ALS KINDER, DIE NICHT NACH HAUSE WOLLEN?

Zusätzlich bereit gestellt hatten wir aus unserem Spieleschrank noch folgende Spiele:
Tick-Tack-Bumm mit selbst gebastelten Spielkarten in der „Halloween-Edition“
Gruselrunde zur Geisterstunde

Weitere tolle Spiele zum Thema Halloween sind:
Spinnengift und Krötenschleim
Schnappt Hubi
Geister-Geister-Schatzsuchmeister
Captain-Black
Spinderella
Kakerlaloop
– Tabu oder Aktivity mit selbst gestalteten Karten zum Thema Halloween

Wenn ihr auf die Links klickt, findet ihr bei Amazon natürlich noch mehr. Ich habe mich bei meiner Auswahl allerdings auf die Spiele beschränkt, die wir selbst schon gespielt und für gut befunden haben. Bei Tabu und Aktivity kommt es sehr auf das Kind an. Für den Lausbub ist das nichts, da er schnell aufgibt und sagt „das kann ich nicht“ oder „ich weiß nicht wie ich das machen soll“. Die anderen oben von mir genannten Spiele werden bei uns sehr gerne gespielt (Geister-Geister-Schatzsuchmeister würde ich auf Platz 2 setzen, da dies nicht so begehrt ist wie die anderen).

Ich füge gerne noch eure Spiele-Vorschläge von euch ein. Schreibt sie mir einfach in die Kommentare.

Zucker macht müde Kinder munter und glücklich? (Videoempfehlung)

Manchmal kann ich ja nicht aus meiner Haut und muss auch hier zu Hause die Lehrerin raushängen lassen.

So erklärte ich zum Beispiel heute Abend dem Lausbub, dass Pudding nach dem Abendessen nicht so gut sei, da sein Körper die Energie, die er durch die Süßigkeit bekommen würde, gar nicht mehr verbrennen und somit wahrscheinlich nicht gut schlafen könne.
Damit fing es an…

„Aber ich springe doch dann noch ein bisschen rum“, antwortete der Lausbub.
Damit hatte er die Lehrerin in mir gänzlich geweckt..

Anhand der Nährwerttabelle schauten wir nach wie viele Kalorien der gewünschte Pudding hat und ließen uns vom Online-Kalorienverbrauchsrechner (Link) für Lausbubs Größe, Alter und Gewicht ausrechnen wie viele Kalorien er in einer halben Stunde mit „Rumhüpfen“ (ich hab einfach mal Aerobic gewählt) verbrauchen würde und ob das für den Pudding reicht.

„Und jetzt rechnen wir noch das Abendessen dazu.“
Gesagt – Getan. Der Lausbub staunte nicht schlecht wie hoch die Zahl jetzt schon war.

„Aber nach Süßem fühle ich mich immer so glücklich“, argumentierte der Lausbub.
– Dieser Satz erinnerte mich an ein Video, welches ich mal mit meinen Schülern angeschaut hatte und in dem es genau darum ging. Nämlich, dass Zucker glücklich macht, warum das so ist und ob das auch so bleibt, wenn man jeden Tag ganz viel Süßes isst.

Leider kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern von welcher Kindersendung (ich dachte eigentlich es wäre Wissen macht ah oder 9 1/2 gewesen) das Video stammte und suchte wild herum. Gefunden habe ich DAS Video leider nicht, dafür aber ein anderes, welches genau diesen Aspekt aufgreift (Link). Obwohl Galileo keine explizite Kindersendung ist, wird das Thema „Was macht der Zucker mit unserem Körper?“ in diesem Video sehr kindgerecht erklärt, aber ohne das ganze in Bildzeitungsmanier zu überdramatisieren.

Schaut doch einfach mal selbst oder mit euren Kindern und sagt mir eure Meinung zu diesem Thema und dem Video:
Wie seht ihr das mit Pudding nach dem Abendessen oder abends Honig, Nutella,Müsli oder Süßigkeiten?
Gibt es bei euch vielleicht sogar feste Regeln zum Süßigkeitenkonsum der Kinder?

 

Manchmal sind es die kleinen Dinge…

Nach einer sehr hustenreichen ersten Nacht auf dem Campingplatz für den Lausbub und aufgrund dessen fast schlaflosen Nacht für mich, nutzten wir die Zeit nach dem Frühstück für einen Spaziergang durch den Wald. Denn wie es der Zufall wollte, lagen ca. 1,5km vom Campingplatz entfernt noch 2 Geocaches, die von uns noch nicht geloggt worden waren. Der Lausbub nahm sein Fahrrad mit und los gings…

Die Waldluft war herrlich, nicht zu kalt und es war richtig schön durch den herbstlichen Wald zu wandern. 

Der Lausbub liebt das Fahrradfahren und als positiven Nebeneffekt musste er im Wald so gut wie gar nicht husten.

Laufen ist momentan wesentlich angenehmer als Sitzen

In der Nähe der Caches gab es dann viel zu entdecken. Zum Beispiel diese Hirnpilze, wie wir sie tauften 

„Hirnpilze“

oder einen Stiefel, bei dem wir philosophierten, wie der wohl dorthin gekommen war.

Wie der Stiefel wohl hierher gekommen ist?

Und auch die Tierwelt war noch nicht in Winterschlaf versunken.

Die Caches haben wir auch gefunden. 

Der Herzensmann entdeckt das Cache-Versteck

Hier war der Lausbub bei der Suche schneller.

Erfolgreiche Dosensuche

Es war einfach schön zu sehen, dass sich der Lausbub auch noch mit 9 Jahren für solch kleine Dinge begeistern kann. Natürlich nicht mehr so sehr wie mit 4. Deshalb freue ich mich schon darauf bald mit Nimmerland-Baby und Lausbub raus zu können und bin mal gespannt, ob der Lausbub dann seinem kleinen Bruder die Welt erklärt und zeigt.

Ein Computer für einen 9Jährigen – muss das denn sein?

Wer die Bilder im letzten Blogbeitrag durchgesehen hat, wird erkannt haben, dass im Zimmer des Lausbubs nun ein Computer steht. „Ein Computer für einen 9Jährigen – muss das denn sein?“, wurde ich schon gefragt.

 

Ja, wir halten es für sinnvoll,
1. Um dem Lausbub damit zu zeigen, dass er jetzt nicht mehr der Kleine ist, sondern bald der große Bruder ist und große Brüder haben nunmal Dinge und dürfen Sachen, die kleine nicht dürfen.
2. Man als Elternteil in der heutigen Zeit nicht an Medien vorbeikommt (ja, wir haben früher auch ohne überlebt, aber heute ist das nicht so).
3. Der Lausbub momentan noch sehr harmlos ist, was Dinge angehen, die er mit dem Computer macht und man ihn jetzt am Besten auf den Umgang mit diesem Medium vorbereiten kann.
4. Last but noch least: Der Lausbub keinen freien Zugang zu Internet, Apps und Spielen hat (Erläuterung folgt).

Denn eines war und ist uns wichtig und das ist, dass der Lausbub nicht frei entscheiden kann, was er sich gerade ansieht, was er spielt, herunterläd und auch nicht wie lange.
Daher läuft auf diesem Computer eine Kindersicherungs-Software der Firma Salfeld.

Diese bietet dem Lausbub folgende Möglichkeiten seinen Computer zu nutzen: 

1 Stunde spielen pro Tag (und zwar nur von uns installierte Spiele)
1 Stunde Internet am Tag (hier haben wir die Whitelist der Software aktiviert d.h. der Lausbub kann nur auf Seiten, die wir vorher für ihn eingestellt haben. Neue Seiten werden gemeinsam gesichtet und dann bei Bedarf zur Liste hinzugefügt).
Wichtig: Youtube kommt erst einmal nicht auf diese Whitelist, da die Seiten entweder nur freigegeben oder nur gesperrt werden können und auf Youtube sich Videomaterial befindet, dass definitiv nicht für 9jährige geeignet ist. Der Lausbub weiß aber, dass er jederzeit zu uns kommen kann, wenn er etwas dort schauen möchte und das im Wohnzimmer (wo wir dabei sind) dann auch darf.
Unbegrenzte Nutzung von Microsoft Word und Paint (denn das schadet nicht, wenn er sich mit den Funktionen dieser Programme vertraut macht).
Unbegrenzte Nutzung der voreingestellten Itunes-Bibliothek (darin hat der Lausbub alle seine Hörspiele und Alben)
– Keine Nutzung des Computers vor 8 Uhr morgens oder nach 21 Uhr abends. 

Zudem haben wir mit dem Lausbub zusammen einen Internetführerschein gemacht, der ihn spielerisch an die Gefahren und Stolperfallen der Internetnutzung heranführt. Diesen findet ihr auf https://www.internet-abc.de/kinder/lernen-schule/surfschein/.

Wie handhabt ihr das mit euren Kindern und der Nutzung des Computers/Internetzugangs?